Klinik für Wiederkäuer
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Kooperation mit Bayern-Genetik

19.02.2020

Erfolgreiche Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität

Seit vielen Jahren besteht eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Bayern-Genetik GmbH und der Klinik für Wiederkäuer an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Die unmittelbare Nähe zur Klinik in Oberschleißheim ermöglicht es der Bayern-Genetik, die hervorragenden klinischen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

KOMPLIZIERTE OPERATIONEN AN ZUCHTTIEREN
So wurde bereits vor 3 Jahren der heutige Topvererber BG Mahango Pp auf Grund einer äußerst komplizierten Klauengelenksentzündung stationär in die Klinik aufgenommen und erfolgreich therapiert. Der fachlichen Expertise von Dr. Melanie Feist und ihrem Team ist es daher mit zu verdanken, dass sich BG Mahango Pp heute in einer Kondition zeigen kann, die man bei Fleckviehbullen äußerst selten findet. Mit einem Körpergewicht von aktuell über 1.400 kg, bei reiner Heufütterung, sind gesunde Fundamente das A und O. Auch der absolute Aufsteiger der letzten Jahre, BG ERBHOF, der sich auf den sächsischen Weiden im Kampf mit anderen Bayern-Genetik Bullen am Brustbein verletzte, wurde in der Rinderklinik wieder fit gemacht. Ein hochinteressantes Wagyu- Auktionsrind genoss ebenfalls die Erfolgreiche Kooperation mit der Kompetenz der Chirurgen in Oberschleißheim, ohne deren Hilfe die Überlebenschancen gleich Null gewesen wären. Das Tier zog sich im Stall eine Trümmerfraktur des langen Röhrbeins zu. Nach dem Transport an die Klinik wurde das Tier mit einem Gipsverband und einem im Röhrbein verankerten externen Fixations- bzw. Gehbügel versorgt. Eine langwierige Behandlung schloss sich an, aber mittlerweile befindet sich das Wagyu- Rind Suri an der Embryotransferstation der Bayern-Genetik in Kammerlehen und hat erst kürzlich 13 transfertaugliche Embryonen produziert.

BAYERN-GENETIK UNTERSTÜTZT DIE AUSBILDUNG JUNGER TIERÄRZTE
Die Ausbildung der Veterinärstudenten und jungen Tierärzte/-innen in der künstlichen Besamung wurde für die LMU auf Grund fehlender tierischer Probanden immer schwieriger. Der Vorstand der Wiederkäuerklinik, Prof. Holm Zerbe, setzte sich deshalb mit der tierärztlichen Leitung der Bayern- Genetik in Verbindung, um die Möglichkeiten der Ausbildung zur Künstlichen Besamung der Studenten/-innen zu erörtern. Erfahrene Besamungstechniker der Bayern-Genetik hatten bereits früher intensive Schulungen für Assistenten der Wiederkäuerklinik in der künstlichen Besamung durchgeführt. Die Ausbildung erfolgte im Einvernehmen mit unseren Mitgliedsbetrieben an Kühen, die routinemäßig von den Besamungstechnikern künstlich besamt werden sollten. Nur in diesem Fall lag nicht der Tatbestand eines anzeigepflichtigen Tierversuches vor. Insgesamt 11 Studentinnen und 4 Assistentinnen absolvierten im ersten Halbjahr 2019 eine einwöchige Besamungsausbildung mit Technikern der Bayern-Genetik GmbH im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Training reproduktionsmedizinischer Techniken“ mit Erfolg. Hierfür gilt ein besonderer Dank unseren engagierten Besamungstechnikern Andreas Wunderlich, Günther Aigner und Andreas Oswald. 

EIGENBESTANDSBESAMERKURSE
Der Bayern-Genetik GmbH sowie allen anderen bayerischen Besamungsstationen wurde es kürzlich untersagt, Besamungsübungen in Form von anzeigepflichtigen Tierversuchen an Schlachtkühen oder auch brünstigen Kühen nur zu Ausbildungszwecken durchzuführen. Nur wenn die Tiere tatsächlich zur künstlichen Besamung anstehen und das Ziel eine Trächtigkeit ist, wird es Besamungsorganisationen weiter erlaubt sein, Eigenbestandsbesamungskurse für Landwirte durchzuführen.

DR. JAKOB SCHERZER 

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